Peter-Hacks-Gesellschaft

Peter-Hacks-Gesellschaft Die Peter-Hacks-Gesellschaft (PHG) lädt alle am Werk von Peter Hacks und seiner Popularisierung interessierten Menschen und Projektgruppen zur Mitarbeit ein.
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Wir wollen, auch ganz im Sinn von Hacks, jede unnötige Vereinsmeierei vermeiden und werben daher für eine fördernde Mitgliedschaft in der Peter-Hacks-Gesellschaft, die ein finanzielles oder ein ideelles Engagement für die Ziele des Vereins beinhalten kann. Die PHG möchte möchte dazu beitragen, dem Dichter und Homo Politicus Peter Hacks wieder den Platz im kulturellen und geistigen Leben der Gesellschaft einzuräumen, der ihm gebührt. Aus seinen nachgelassenen Aufzeichnungen wissen wir, dass Hacks die Geschicke seiner Werke und seines Nachlasses genau bedacht hat. Und wenn er sagte: "Wenn Sie mich fragen, wie berühmt ich einmal sein werde, erwidere ich: äußerst", dann war ihm klar, dass es auch der Institutionen zur Förderung seines literarischen Nachruhmes bedarf. Insofern können wir davon ausgehen, dass er unserem Verein und seinem Anliegen gewogen wäre. Worin dessen Aufgaben bestehen sollten, hat er einmal in anderem Zusammenhang so umrissen: "Eine Dokumentation der Wohnräume und Kunstsammlungen, ein Inventar der Bibliotheken (nach Aufstellung geordnet), Pflege und wissenschaftliche Erschließung der Manuskripte, der Korrespondenzen und des sonstigen literarischen Nachlasses.Hauptaufgabe ist die Veranstaltung der Werkausgabe gemäß beiliegender Konzeption." Bis heute sind viele dieser Aufgaben nicht erfüllt, die Peter-Hacks-Gesellschaft möchte sich ihrer annehmen.

Wie gewohnt öffnen

21/03/2021
»Die Oliven gedeihn ... « – Zum 93. Geburtstag von Peter Hacks

»Weil nur das Unerreichte
Nicht an Sterben denkt«

Zum 93. Geburtstag haben wir am Grab des Dichters ein kleines Programm zu seinen Ehren organisiert, mit Gedichten und Liedern zu seinen Texten.

Am 21. März 2021 wäre der Dichter und Dramatiker Peter Hacks 93 Jahre alt geworden – Anlass, mit einem kleinen Programm an ihn und sein Werk zu erinnern. So ...

21/03/2021
Greensleeves

»Greensleeves war all mein Tag
Greensleeves war meine Nacht
Greensleeves war mein ganzes Glück«

Anfang der 1970er schrieb Peter Hacks für seinen guten Freund Manfred Krug eine deutsche Fassung des klassischen englischen Volksliedes Greensleeves. Die Melodie ist schon seit der Elisabethanischen Zeit bekannt und gehört zu den populärsten der Geschichte.
Pure Delight!

Manfred Krug – Greensleeves (1975)
Arrangement: Günter Fischer
dt. Text: Peter Hacks

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Heute ist der 93. Geburtstag von Peter Hacks.

Provided to YouTube by AmigaGreensleeves · Manfred KrugGreens/Du bist heute wie neu℗ 1973 BMG Berlin Musik GmbH/AmigaReleased on: 1995-01-03Composer: Folklor...

hacks und heute:China – Wachstum, Aufschwung, Imperium?Ein Gespräch mit Dr. Uwe Behrens________Ein weiteres Mal haben wi...
18/02/2021
hacks und heute: China – Wachstum, Aufschwung, Imperium? – Ein Gespräch mit Dr. Uwe Behrens

hacks und heute:
China – Wachstum, Aufschwung, Imperium?
Ein Gespräch mit Dr. Uwe Behrens
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Ein weiteres Mal haben wir uns mit einem hervorragenden Kenner Chinas getroffen: Uwe Behrens hat von 1990 bis 2017 in Zentralasien gelebt und gearbeitet, die meiste Zeit davon in der Volksrepublik. Dort hat er die bedeutenden Entwicklungen des zurückliegenden Vierteljahrhunderts aus einer einmaligen Nah-Perspektive verfolgen können und kennt Land und Leute wie nur wenige Deutsche. Für „hacks und heute“ stand er Rede und Antwort.

https://youtu.be/prwl3Pin9Hk

In unserer Rubrik „hacks und heute“ widmen wir uns noch einmal dem Thema „China“. Dazu haben wir einen weiteren hervorragenden Kenner des Landes befragt: Uwe...

Late Night mit André Müller sen.:»Ich habe keine Schwierigkeiten mit meinem eigentlichen Namen. Ich wollte damals ein Ps...
25/01/2021
Begegnung - Ohne Ironie geht es nicht

Late Night mit André Müller sen.:

»Ich habe keine Schwierigkeiten mit meinem eigentlichen Namen. Ich wollte damals ein Pseudonym haben, das einen klassischen französischen Vornamen und einen klassischen deutschen Nachnamen hatte. Unglücklicherweise gibt es einen zweiten André Müller, der ist so geboren. Der ist Journalist. Ich habe ihn nie getroffen, aber ich habe ihm versucht klarzumachen, dass er nicht das Recht habe, als André Müller zu schreiben, nur weil er so geboren ist. Das konnte er nie einsehen. Wenn man als Henkel geboren ist, kann man unter diesem Namen nicht Waschmittel verkaufen. Darauf hat er mir geantwortet: Mit einem Mann, der die höheren Bereiche der Kunst mit einem Waschmittel vergleicht, wolle er nichts mehr zu tun haben. Da es mir nichts ausmachte, erlaubte ich mir den Spaß, ihn des fluchwürdigen Verdachtes auszusetzen, er sei mein Sohn.«

https://www.freitag.de/autoren/mdell/ohne-ironie-geht-es-nicht

Er war nicht nur der beste Freund von Peter Hacks, sondern ist auch Schriftsteller, Tischler, Shakespeare-Forscher, Kommunist, Schein-Agent und Theatermann: André Müller

»Mutig war er eh.Wie anders? Er musste das Leben ja im Kampf erlernen. Jüdischer Herkunft wegen von den N***s verfolgt, ...
25/01/2021
Dem Hacks sein Engels

»Mutig war er eh.

Wie anders? Er musste das Leben ja im Kampf erlernen. Jüdischer Herkunft wegen von den N***s verfolgt, dem Zwangsarbeitslager Bedburg entflohen, bis zum Ende des Krieges im Untergrund, danach als gelernter Proletarier und Mitglied der KPD im Widerstand gegen den Adenauer-Staat. Stets mit einem Bein in der Illegalität und dem anderen in der DDR, wo weitere Kämpfe warteten: gegen Regietheater, neue Romantik und zunehmende Orientierung am Westen. Und wieder fand er sich bei der Minderheit. Wo eine Gesellschaft außer sich ist, wird die politische Mitte exzentrisch.«

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Ein Hacks ohne Müller sen. wäre denkbar, aber nicht vollständig. Am 21. Januar 2021 ist André Müller Sen. im Alter von 95 Jahren verstorben. Felix Bartels erzählt im Nachruf in der jW vom Leben, Werk und Weiterleben des Schriftstellers, Schakespearekenners und Liebhabers der großen und kleinen Genüsse.

Am 21. Januar verstarb der Dichter André Müller sen. im Alter von 95 Jahren • Foto: Stefan Huth

Im Himmel stecken Sternelein,Im Tannenzapfen Kernelein_________Eine wunderschöne Version der »Vogelweihnacht« von Peter ...
11/01/2021
Vogelweihnacht - von Peter Hacks

Im Himmel stecken Sternelein,
Im Tannenzapfen Kernelein

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Eine wunderschöne Version der »Vogelweihnacht« von Peter Hacks. Vorgetragen von der 2013 gekürten Deutschen Meisterin im Gedichte rezitieren – Sigrid Grün.
Ihr Youtube-Kanal »Carpe Poem« ist unbedingt zu empfehlen.
https://www.youtube.com/watch?v=E3lguPTymOA

Peter Hacks: VogelweihnachtDer Abend ins Gehölz einzieht.Da singen alle möglichenbunt flatternden Waldvögelchenein schönes Weihnachtslied.Und der Spechtist i...

»Die Strenge des Begriffs wird in der Schönheit der Sprache gespiegelt«Reinhard Jellen: Sie beschäftigen sich in Ihrem B...
03/01/2021
"In der DDR konnte Gemeindeexistenz 'biblischer' sein"

»Die Strenge des Begriffs wird in der Schönheit der Sprache gespiegelt«

Reinhard Jellen: Sie beschäftigen sich in Ihrem Buch auch eingehend mit dem Dichter Peter Hacks, der nicht nur die Bibel mit Hegel interpretiert hat, sondern überhaupt ein großer Anhänger des Philosophen war. Warum war Hegel für Hacks so wichtig?

Dieter Kraft: Ich weiß nicht, ob man sagen kann, dass Hacks die Bibel mit Hegel interpretiert habe. Aber ganz gewiss ist Hacks ein begeisterter Hegelianer, denn er ist ein genuiner Dialektiker. Er nennt Hegel gelegentlich gar einen "Gott der Dramatik - nicht nur der Dramatik". Natürlich ist es Hegels Ästhetik, die ihn in diesem Zusammenhang fasziniert. Aber es ist bei Hegel zugleich immer auch die Strenge des Begriffs. Die teilt Hacks bedingungslos und auf seine Weise, so dass die Strenge des Begriffs in der Schönheit der Sprache gespiegelt wird.

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Reinhard Jellen hat für telepolis mit Constanze und Dieter Kraft über ihren Sammelband »Einsichten und Widersprüche« gesprochen. Der Sammelband enthält Vorträge, Referate, Vorlesungen und Essays aus den Jahren 1989 bis 2019, die sich auch immer wieder mit dem Denken und Wirken von Peter Hacks befassen. Im Interview wird ein Schlaglicht auf Hacks' Verhältnis zu Hegels Dramentheorie und die Verwendung biblischer Themen in dessen Werk geworfen.

Die Theologen Constanze und Dieter Kraft im Gespräch über Religion, Christentum und Peter Hacks

hacks und heute: Innenansichten aus China Ein Gespräch mit Christian Y. Schmidt________Wir haben uns mit dem Schriftstel...
29/12/2020
hacks und heute: Innenansichten aus China – Ein Gespräch mit Christian Y. Schmidt

hacks und heute: Innenansichten aus China
Ein Gespräch mit Christian Y. Schmidt

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Wir haben uns mit dem Schriftsteller Christian Y. Schmidt getroffen und ausgiebig über das Thema China gesprochen. Damit möchten wir an die spannende Freitag-Abendveranstaltung zur diesjährigen Hacks-Tagung anknüpfen.

Es geht im Gespräch um China als Vielvölkerstaat, Armutsbekämpfung, China und Europa, Autoritätshörigkeit vs. Eigensinn, Außenpolitik, Bevölkerungspolitik in Xinjiang und vieles andere mehr.

„China, Marx und Peter Hacks“ war am Vorabend der diesjährigen Peter-Hacks-Tagung das Thema einer Diskussionsrunde, an der auch der Journalist und Schriftste...

DIE DREISSIG TYRANNENPeter Hacks__________Leute gabs und gibt es heute,Die im Dünkel abseits stehn.Schwache Leute, eitle...
20/12/2020

DIE DREISSIG TYRANNEN
Peter Hacks

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Leute gabs und gibt es heute,
Die im Dünkel abseits stehn.
Schwache Leute, eitle Leute
Gabs auch in der Stadt Athen.
Damals warens ihrer dreißig,
Die vom Ausland her gewühlt
Oder in der Heimat fleißig
Ihren Sonderwert gefühlt.

Als dann an den Ziegenflüssen
Sparta einen Krieg gewann,
Fing, wie wir uns denken müssen,
Für Athen das Elend an.
Ach, die schöne lange Mauer
Legte der Besatzer platt,
Die geschützt für ewige Dauer
Glück und Wohlfahrt in der Stadt.

An die dreißig Obgenannten
Aber ging der Ruf hinaus,
An die trüben Emigranten,
An die Nörgler von Zuhaus.
Als Tyrannen miteinander
Hob man flugs sie auf den Thron.
Dies schrieb Spartas Fürst Lysander
In die Kapitulation.

Und sie füllten alle Plätze,
Wo man Weiber hat und Wein,
Und sie führten die Gesetze
Von ganz früher wieder ein,
Stahlen auch mit langen Fingern
Land und Häuser, Vieh und Brei,
Und ein Heer von Peitschenschwingern
Brachte uns Gehorsam bei.

Wer getragen einst die Kosten
Hatt von Spartas Waffentat,
War das Riesenreich im Osten,
Der famose Perserstaat.
Jetzt nun fand schon nach fünf Jahren
Persien neu zu denken Grund.
Spartas Zuwachs barg Gefahren.
Persien änderte den Bund.

Und in dem Zusammenhange
Kauft es den Athenern glatt
Eine neue schöne lange,
Eine Mauer um die Stadt.
Die Tyrannen Stück für Stück
Kehrten still und ohne Ruhm
Wieder ins Exil zurück
Oder in das Nörglertum.

Jene dreißig Bösewichte,
Jeder hörts und jeder siehts,
Warn im Buche der Geschichte
Nichts als eine Fußnotiz.
Oder weniger. Vieleicht nur
Ein verworrnes kleines Lied,
Das an uns vorüberstreicht nur
Und im Weltgebraus entflieht.

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Das Gemälde stammt aus dem Archäologischen Nationalmuseum in Athen und soll den attischen Friedenstempel um 421 v.u.Z. zeigen.

»Alle bekannten späteren Überlegungen von Hacks zum Kommunismus – ob der überhaupt eintrete, in wieviel tausend Jahren d...
17/12/2020
»Zur Strecke gebracht? Der Kommunismus? Nein, wieso?«

»Alle bekannten späteren Überlegungen von Hacks zum Kommunismus – ob der überhaupt eintrete, in wieviel tausend Jahren das sein könne, ob er eines Tyrannen entraten könne, ob der Übergang vom sozialistischen Absolutismus zum Kommunismus ein friedlicher sein werde, ob das Proletariat in ihm aussterben werde – bezeugen, dass er ihm streitbares Konzept künftiger Gesellschaftsordnung und politisches Programm blieb.«

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Am 23.11. äußerte sich Jens Mehrle zu Heinz Hamms Referat und der These, Hacks würde Ulbricht folgend »den Sozialismus aus den logischen Zwängen der Marxschen Kommunismusvision« lösen. Mehrle weist anhand verschiedener Äußerungen von Hacks und der politischen Vorgänge unter dem späten Ulbricht nach, dass jener wie dieser den Kommunismus nicht einfach ins Reich des fernen Ideals verbannten, sondern der Kommunismus immer fester Bestandteil des politischen Programmes geblieben ist. Dabei weist Mehrle, wie schon Sommer in seinem Artikel, auf einige wiederkehrende Ungenauigkeiten bei der Klassiker-Lektüre hin.

https://www.jungewelt.de/artikel/390971.hacks-und-der-marxismus-zur-strecke-gebracht-der-kommunismus-nein-wieso.html?fbclid=IwAR0bLcur9W-mAijfhpVv_PiUA_uXtyUXpgpPsTAbCCGrngccAM1sjXmdaJg

Hat die Arbeitsteilung eine Zukunft? Zur Debatte um den Kommunismus bei Marx, Engels, Ulbricht und Hacks • Foto: imago/imagebroker

»Wirklichkeitsbezogen bis zur Penetranz. Wissenschaftsbeflissen bis zur Faktizität. Stets und ständig irgendwelche Zustä...
16/12/2020
Zirkelweg ohne Hammerziel

»Wirklichkeitsbezogen bis zur Penetranz. Wissenschaftsbeflissen bis zur Faktizität. Stets und ständig irgendwelche Zustände aufhebend. Und obendrein das utopistische und bildhafte Element der gesellschaftlichen Bewusstseins- und Bedürfnisbildung als vorbegriffliche Teilfunktion sich eingemeindend und mit ihm beseelt, ohne ihm zu verfallen. Zu solch einem Ungetüm hatten Marx und Engels den Begriff des Kommunismus bereits 1846 herangezüchtet. Natürlich haben sie damit keinerlei Patentrecht an diesem verbesserungsnimmersatten Bollwerk von Maschine und Waffe auch der Kritik erworben. Aber »da«, wirkend und wirklich ist der Kommunismus – als Begriff, als Bewegung, als Bedürfnis und gesellschaftlich erzeugte Notwendigkeit sowie als objektives Produktionsverhältnis. Immer noch und stets wieder. Und wer nun einem derart entwickelten Begriff wie dem des Kommunismus, jener »wirklichen Bewegung« zur immer dringender werdenden Aufhebung des Privateigentums an Produktionsmitteln, das Wahrheitskriterium der Machbarkeit vorhält, nimmt sich eben viel vor.«

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Sebastian Sommer antwortete am 21.11. in der jW auf die Thesen von Heinz Hamm. Er geht dabei auf die Entwicklung des Kommunismusbegriff bei Marx und Engels ein, verweist emphatisch auf den Begriff Aufhebung statt Abschaffung der Arbeitsteilung, die der Kommunismus anstrebe, und liefert ein Panorama der Diskussionen um die Frage des Übergangs zum Kommunismus zwischen den ersten Ausführungen von Marx und Engels bis zur berühmten Rede von Ulbricht auf dem VIII. Parteitag. Sommer wirft Hamm vor, ein "grobes Mosaik einer Präzisierung des Sozialismusbegriffs bei weitgehender Ausblendung der vielschichtigen, weltweiten Theorieentwicklung und Praxiserfahrung des Kommunismus" zu zeichnen.
https://www.jungewelt.de/artikel/391048.kommunismus-in-der-debatte-zirkelweg-ohne-hammerziel.html?fbclid=IwAR06TJCiYEF9Gw5yj0xaSJa-Yx4gGWtARr978QBIXizpH7XgzkcQ0_NfB2w

Nicht Bild, sondern wirkliche Bewegung. Zur Debatte um den Kommunismus bei Marx, Engels, Ulbricht und Hacks • Foto: Ilia Efimovich Repin

»Hacks zielt mit seiner Kritik an der »launigen Utopie« der aufgehobenen Arbeitsteilung auf das Kommunismusbild der Klas...
15/12/2020
Launige Utopie

»Hacks zielt mit seiner Kritik an der »launigen Utopie« der aufgehobenen Arbeitsteilung auf das Kommunismusbild der Klassiker im Ganzen. Der Kommunismus solle als »Ideal« stehenbleiben, aber dürfe mit seinen Erwartungen und Vorgaben nicht mehr die Ausbildung des Sozialismus behindern. Dem Vorbild Walter Ulbricht folgend, steht Hacks damit im marxistischen Denken für das Bestreben, den Sozialismus aus den logischen Zwängen der Marxschen Kommunismusvision herauszulösen und ihn bei weiterhin klarer Abgrenzung vom Kapitalismus als eigenständige Gesellschaftsformation anzuerkennen.«

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In der jungen Welt wurde bereits am 6.11.2020 das Referat von Heinz Hamm zum Verhältnis von Kommunismus und Sozialismus, von Ziel und Weg bei Marx, Engels, Ulbricht und Hacks abgedruckt. Aus dem Aufschlag von Hamm entwickelte sich eine rege Debatte, die hier in den nächsten Tagen nochmal abgebildet werden soll. Viel Spaß beim Diskutieren.

Peter Hacks mochte mit dem Kommunismusverständnis von Marx und Engels nicht viel anfangen – und hielt es lieber mit Ulbricht und dessen Sozialismus als relativ selbständiger Formation • Foto: imago/Schöning

DER WUNDERHENGST CAESARIOPeter Hacks________Und jippi-ee und jippio,Das ist ein Lied für Männer,Das Lied vom Hengst Caes...
26/11/2020

DER WUNDERHENGST CAESARIO
Peter Hacks

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Und jippi-ee und jippio,
Das ist ein Lied für Männer,
Das Lied vom Hengst Caesario,
Dem apfelbraunen Renner.

Caesario lebt nicht eingezäunt,
Er ist voll Stolz und Feuer.
Es machten ihn zu meinem Freund
Viel tausend Abenteuer.

Er trug mich durch die Sahara,
Die Hufe schlugen Funken,
Wir warn nach dreißig Tagen da.
Er hatte nicht getrunken.

Er trug mich durch den Atlas, wo
Es Wölfe gibt in Haufen.
Wer andres als Caesario
Wär ihnen noch entlaufen?

Ich rettete ein Fräulein schlank
Vor ihrem Sklavenhalter,
Und mein Caesario übersprang
Die Straße von Gibraltar.

Er bringt mich sicher stets ans Ziel.
Sein Stammbaum ist erlesen.
Der Vater ist ein Besenstil,
Ein Besenstil gewesen.

Auch sonst entsproß Caesario
Dem allerbesten Blute.
Die Mutter nannt sich Wisch von Stroh,
War eine schöne Stute.

20/11/2020
Aus dem Archiv: Zum 15. Todestag von Peter Hacks, am 28. August 2018 im „Metzer Eck“

Auf dem Youtube–Kanal der Peter-Hacks-Gesellschaft ist einiges los. Schauen Sie doch bei Gelegenheit einmal vorbei.

Gerade haben wir den Videomitschnitt zum »Bier trinken und Miteinandersprechen« bei kleinem Programm zum 15. Todestag von Peter Hacks hochgeladen.

Viel Spaß!

Am 28. August 2003 starb der Dramatiker Peter Hacks. 15 Jahre später versammelten sich Freunde und Anhänger des Dichters in der Berliner Gaststätte „Metzer E...

15/11/2020

DER TRAUM VOM UMWELTSCHUTZ
Peter Hacks

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Jüngst, so habe ich geträumt,
War die Erde aufgeräumt.
Nur Erkenntnis und Natur
Walteten an Rhein und Ruhr.
Abgezogen war der Dunst,
Den die bürgerliche Kunst
Wie ein Krater seinen Gischt
In das deutsche Klima mischt.
(Durch das Auge und das Ohr
Dringt er zum Gehirne vor,
Lähmt es und erzeugt darin
Einen Stumpf- und Freiheitssinn).
Dieser Nebel war wie fort
Jetzt gefegt. Mit einem Wort:
Durch das Industriegeschehn
War schon wieder durchzusehn.
Nichts mehr sonderte sich ab,
Was die Umwelt macht zum Grab.
Kein Kriegsfahrzeug oder Tank
Dröhnte uns die Nerven krank
Und zerwühlte den Asphalt
Und kein Überknall erschallt.
Die Chausseen still und leer
Dienten wieder dem Verkehr.
Im kristallnen Strome schwamm
Lediglich ein Wahlprogramm;
Seit es sich darin befand,
Hob sich auch der Fischbestand.
Und ich saß – in jenem Traum –
Unter einem Ahornbaum.
Golden schien sein Astgeflecht,
Ich erwähne es trotz Brecht,
Und die milde Luft, es war
Im September, äußerst klar.
Bis zum fernen Waldbeginn
Zog sich eine Wiese hin.
Auf der Wiese ging ein Faun
Und mit zweien seiner Fraun,
Und er sprach zu Ihnen: seht,
Unser Bruder, der Poet.
An dem Himmel aber stand, –
Ach, wir hattens nie gekannt –
Majestätisch, n***t und wild
Ein erhabnes Flammenbild.
Und es lächelte, als wärs
Jene Sonne noch Homers.

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Auch ein kleiner Hinweis für die Diskussion, die auf der diesjährigen Peter-Hacks-Tagung angetippt wurde, zum Streit zwischen Wolfgang Harich und Peter Hacks und zur Problematik des Umweltschutzes.

Adresse

Torstraße 6
Berlin
10119

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Ich alter Sack gehe morgen zum jungen Hacks.
Herbst nach Hacks - gezeichnet