pieces of berlin

pieces of berlin Discovering Berlin's everyday life since 2008. Pieces of Berlin is a photo blog about the world’s most marvelous city and its inhabitants. It attempts to lay out and capture a profile of Berlin’s everyday life in its entirety by way of approaching random people on the street, shooting a portrait and quizzing them about their homes.

Online since march 2010, Pieces of Berlin documents both the current bustle and the constant change of our metropolis. All Berlin pictures are analogue 6×6 photos and available as limited edition prints.

Wie gewohnt öffnen

Elia; 37; NGO Koordinatorin; Richardplatz; 2.3.2021;“Eigentlich sollte ich heute an meiner Doktorarbeit weiterschreiben,...
24/10/2021

Elia; 37; NGO Koordinatorin; Richardplatz; 2.3.2021;
“Eigentlich sollte ich heute an meiner Doktorarbeit weiterschreiben, aber das Wetter war zu schön und es tut gut etwas Sonne zu tanken anstatt die ganze zeit vor dem Bildschirm zu sitzen. In Berlin bin ich seit 2013, und am Richardplatz wohne ich seit 2015 – es ist ein Traum hier!
Spanien habe ich damals wegen der wirtschaftlichen Krise verlassen. Ich hatte meinen Job verloren, konnte bereits etwas deutsch wegen den Touristen bei uns in der Gegend, und so hab ich mich für Berlin entschieden. Die Stadt bietet mir ein gutes Leben! Durch Corona bin ich bis jetzt auch ganz gut gekommen. Ich muss gestehen, dass mir der erste Lockdown gar nicht so schlecht getan hat. Ich bin ein sehr sozialer Mensch, und die Einschränkungen haben mich etwas eingebremst. Ich konnte mich mehr mit mir selbst beschäftigen – das tat mir sehr gut! Gleichzeitig haben sich gute Freundschaften aber auch intensiviert und weniger gute sind weggefallen. Corona hat das richtig durchgefiltert.”

https://www.piecesofberlin.com/piecesofberlin/berlin-die-elia/

Elia; 37; NGO Koordinatorin; Richardplatz; 2.3.2021;
“Eigentlich sollte ich heute an meiner Doktorarbeit weiterschreiben, aber das Wetter war zu schön und es tut gut etwas Sonne zu tanken anstatt die ganze zeit vor dem Bildschirm zu sitzen. In Berlin bin ich seit 2013, und am Richardplatz wohne ich seit 2015 – es ist ein Traum hier!
Spanien habe ich damals wegen der wirtschaftlichen Krise verlassen. Ich hatte meinen Job verloren, konnte bereits etwas deutsch wegen den Touristen bei uns in der Gegend, und so hab ich mich für Berlin entschieden. Die Stadt bietet mir ein gutes Leben! Durch Corona bin ich bis jetzt auch ganz gut gekommen. Ich muss gestehen, dass mir der erste Lockdown gar nicht so schlecht getan hat. Ich bin ein sehr sozialer Mensch, und die Einschränkungen haben mich etwas eingebremst. Ich konnte mich mehr mit mir selbst beschäftigen – das tat mir sehr gut! Gleichzeitig haben sich gute Freundschaften aber auch intensiviert und weniger gute sind weggefallen. Corona hat das richtig durchgefiltert.”

https://www.piecesofberlin.com/piecesofberlin/berlin-die-elia/

Timeline Photos
15/10/2021

Timeline Photos

In diesen Minuten soll das Zuhause von rund 50 Menschen geräumt werden. Für einen zwielichtigen Investor.

💛 Wir sagen: Keine Spekulation mit Wohnraum! 💜

alex; 34; sozialarbeiter; jan hus weg; 27.4.2021;“ich bin in russland geboren und kam 1995 mit meinen eltern nach berlin...
11/10/2021

alex; 34; sozialarbeiter; jan hus weg; 27.4.2021;
“ich bin in russland geboren und kam 1995 mit meinen eltern nach berlin. ich war damals 9 und es war keine gute zeit dort. so ist neukölln meine heimat geworden. ich sprach kein wort deutsch, aber als kind ging das alles sehr schnell…sprache, freunde, ich hatte sofort anschluss gefunden.
im moment hoffe ich, dass sich die pandemie nicht über mehrere jahre hinwegzieht. man gewöhnt sich so schnell an alles, dass man oft gar nicht mehr weiß wie es vorher war. das finde ich ganz schlimm. aber am meisten tut es mir für die jungen leute leid, die verpassen dadurch am meisten. ich selbst vermisse das soziale leben, das leidet gerade sehr darunter. ich arbeite auch viel mit alten menschen, für die ist es auch extrem schwierig, wenn die oft ganz alleine von früh bis abends in ihrer wohnung isoliert sind. viele sind auchzum beispiel auf krankengymnastik oder ausflüge zurtagespflege angewiesen. das sind wichtige termine, teil einer routine des alltags. das fällt alles weg, und dementsprechend bauen die alle physisch und psychisch ab. zum einen sagt man sind die älteren besonders schützenswert, jedoch haben die einschränkungen teilweise auch drastische folgen für viele. ein schwieriges thema.
ich habe auch noch keinen impftermin bekommen, ich denke, dass wird sich auch noch eine weile hinziehen. ich weiß gar nicht in welcher gruppe ich bin. meine großeltern wurden zum glück schon geimpft, aber das war auch ein wahrer akt einen termin zu organisieren.”
pieces of berlin
https://www.piecesofberlin.com/pieceso.../berlin-der-alex-3/

alex; 34; sozialarbeiter; jan hus weg; 27.4.2021;
“ich bin in russland geboren und kam 1995 mit meinen eltern nach berlin. ich war damals 9 und es war keine gute zeit dort. so ist neukölln meine heimat geworden. ich sprach kein wort deutsch, aber als kind ging das alles sehr schnell…sprache, freunde, ich hatte sofort anschluss gefunden.
im moment hoffe ich, dass sich die pandemie nicht über mehrere jahre hinwegzieht. man gewöhnt sich so schnell an alles, dass man oft gar nicht mehr weiß wie es vorher war. das finde ich ganz schlimm. aber am meisten tut es mir für die jungen leute leid, die verpassen dadurch am meisten. ich selbst vermisse das soziale leben, das leidet gerade sehr darunter. ich arbeite auch viel mit alten menschen, für die ist es auch extrem schwierig, wenn die oft ganz alleine von früh bis abends in ihrer wohnung isoliert sind. viele sind auchzum beispiel auf krankengymnastik oder ausflüge zurtagespflege angewiesen. das sind wichtige termine, teil einer routine des alltags. das fällt alles weg, und dementsprechend bauen die alle physisch und psychisch ab. zum einen sagt man sind die älteren besonders schützenswert, jedoch haben die einschränkungen teilweise auch drastische folgen für viele. ein schwieriges thema.
ich habe auch noch keinen impftermin bekommen, ich denke, dass wird sich auch noch eine weile hinziehen. ich weiß gar nicht in welcher gruppe ich bin. meine großeltern wurden zum glück schon geimpft, aber das war auch ein wahrer akt einen termin zu organisieren.”
pieces of berlin
https://www.piecesofberlin.com/pieceso.../berlin-der-alex-3/

Seun; 33; Styling Editor; Zwiestädter Straße; 25.3.2021;“Ich bin gerade im Oktober für einen Job nach Berlin gezogen. 20...
05/10/2021

Seun; 33; Styling Editor; Zwiestädter Straße; 25.3.2021;
“Ich bin gerade im Oktober für einen Job nach Berlin gezogen. 2017 hatte ich schon mal in München gelebt. Arbeit war ok dort, aber der rest…nicht so super! Dann ging’s wieder nach London und das letzte halbe Jahr hatte ich wegen Corona nur von zuhause aus gearbeitet. Mir ist die Decke auf den Kopf gefallen und zum Glück kam dann das Angebot nach Berlin zu gehen. Lockdown und umziehen ist natürlich nicht die beste Kombi-nation, aber egal, ich bin ok!Ich bin gespannt wie es weitergeht. So schnell wird wohl keine Normalität wie wir sie kennen zurückkehren. Ich denke, dass die Menschen in Zukunft schon vorsichtiger sein werden, die Maske wird uns noch weiter begleiten, und das finde ich auch gut so. Ich kann nur für mich sprechen, aber als das alles anfing und man sah die Bilder in den Nachrichten aus Italien, die vielen Toten, hab ich sehr schnell wieder realisiert wie kurz das Leben ist und wie sehr man es und seine Liebsten schätzen soll.
Speziell in England wurde auch mit der Situation verheerend umgegangen, viel zu viele Menschen sind gestorben. Unser Prime Minister ist abscheulich! Deutschland war zu Beginn ein schillerndes Beispiel dafür, wie man mit der Pandemie umgeht…sehr niedrige Zahlen usw. Jetzt dreht sich das aber auch, ich weiß nicht warum!
Am meisten freu ich mich zur Zeit darauf meinen Freund mal wieder zu sehen, das ist lange her. Und am besten wär's mit ihm Urlaub zu machen, am Strand zu liegen und Cocktails zu trinken.”

https://www.piecesofberlin.com/piecesofb.../berlin-die-seun/

Seun; 33; Styling Editor; Zwiestädter Straße; 25.3.2021;
“Ich bin gerade im Oktober für einen Job nach Berlin gezogen. 2017 hatte ich schon mal in München gelebt. Arbeit war ok dort, aber der rest…nicht so super! Dann ging’s wieder nach London und das letzte halbe Jahr hatte ich wegen Corona nur von zuhause aus gearbeitet. Mir ist die Decke auf den Kopf gefallen und zum Glück kam dann das Angebot nach Berlin zu gehen. Lockdown und umziehen ist natürlich nicht die beste Kombi-nation, aber egal, ich bin ok!Ich bin gespannt wie es weitergeht. So schnell wird wohl keine Normalität wie wir sie kennen zurückkehren. Ich denke, dass die Menschen in Zukunft schon vorsichtiger sein werden, die Maske wird uns noch weiter begleiten, und das finde ich auch gut so. Ich kann nur für mich sprechen, aber als das alles anfing und man sah die Bilder in den Nachrichten aus Italien, die vielen Toten, hab ich sehr schnell wieder realisiert wie kurz das Leben ist und wie sehr man es und seine Liebsten schätzen soll.
Speziell in England wurde auch mit der Situation verheerend umgegangen, viel zu viele Menschen sind gestorben. Unser Prime Minister ist abscheulich! Deutschland war zu Beginn ein schillerndes Beispiel dafür, wie man mit der Pandemie umgeht…sehr niedrige Zahlen usw. Jetzt dreht sich das aber auch, ich weiß nicht warum!
Am meisten freu ich mich zur Zeit darauf meinen Freund mal wieder zu sehen, das ist lange her. Und am besten wär's mit ihm Urlaub zu machen, am Strand zu liegen und Cocktails zu trinken.”

https://www.piecesofberlin.com/piecesofb.../berlin-die-seun/

...
29/09/2021

...

Diesen Herbst auch in einem ehemaligen Studierendenviertel in deiner Nähe.

Photos from Deutsche Wohnen & Co Enteignen's post
27/09/2021

Photos from Deutsche Wohnen & Co Enteignen's post

Morgen > JA! 💛💜
25/09/2021

Morgen > JA! 💛💜

Thilo Sarrazin, der 2010 einmal Harz IV-Empfängern sagte, kälter zu duschen sei gesünder, ließ mit seinem furchtbaren Deal zur Privatisierung der GSW auch die Mieter im Regen stehen.

Ein Konsortium der beiden Fondsgesellschaften Whitehall (Tocher der Goldman Sachs) und Cerberus übernahm damals 65.700 Wohneinheiten. Der Kaufpreis für das übernommene Immobilienpaket (405 Mio.) samt Altschulden (1,56 Mrd. €) entsprach umgerechnet gerade einmal rund 30.000 € je Wohnung.

Die Investoren holten sich den vollen Kaufpreis rasch zurück: Die Mieterhöhungen kamen seit der Privatisierung überpünktlich und reizten die zulässigen Steigerungsraten gnadenlos aus. Gleichzeitig wurde die Bausubstanz profitorientiert ausgezehrt: notwendige Instandhaltung wurde aufgeschoben bzw. unterlassen.

Jahr für Jahr werden seither fette Dividenden auf Kosten der Mieter und Mieterinnen ausgeschüttet.

Hilf mit, endlich einen Schlusspunkt unter dieses unselige Kapitel neoliberaler Ausplünderung zu setzen - mit einem Ja zu unserem Volksentscheid!

Foto: Franz Johann Morgenbesser / CC BY-NC-SA 2.0, cutt.ly/EEd1q06

Link in Bio: https://www.freitag.de/autoren/waschi/deutsche-wohnen-blackrockt-die-republik

Ksenia; 24; Heilerziehungspflegerin und Studentin; Braunschweiger Straße; 21.4.2021;“Ich kam in Sankt Petersburg zur Wel...
24/09/2021

Ksenia; 24; Heilerziehungspflegerin und Studentin; Braunschweiger Straße; 21.4.2021;
“Ich kam in Sankt Petersburg zur Welt, bin in Hamburg aufgewachsen und vor 5 Jahren bei meinen Eltern ausgezogen. Das war ein guter Moment auch gleich die Stadt zu wechseln. Berlin ist doch dann ganz anders, mehr Multikulti, größer - 18 Jahre Hamburg haben irgendwie gereicht, ich musste da einfach mal raus und das tat gut sich selbst zu finden, einen neuen Freundeskreis auf zu bauen.
Im Moment gehts mir ganz ok, aber Corona macht es uns nicht gerade leicht. Alle Uni-Sachen laufen online, ich bin fast nur zu Hause, daher habe ich mir von meinen Eltern den Hund geholt damit ich mich raus zwinge. Wir müssen das halt aushalten und hoffentlich ist es irgendwann vorbei. Am meisten fehlt mir das Gefühl frei zu sein. Dass man sich einfach wieder mit allen Freunden treffen kann, und nicht nur mit einer Person, Leute zum Essen zu Hause einlädt, gemeinsam kocht... ich kann auch meinen Mitbewohner langsam schon nicht mehr sehen! Nein Scherz, ich bin ganz froh, dass ich in einer WG wohne und nicht alleine. Nächsten Monat habe ich meinen Impftermin, dann denk ich wird es auch wieder entspannter werden. Zumindest kann ich dann meine Großeltern wieder sehen, da freu ich mich drauf!
Abgesehen von Corona find ich es schrecklich, dass der Mietendeckel gerade gekippt wurde. Mich persönlich betrifft es zum Glück nicht, aber viele Freunde und Kommilitonen von mir müssen jetzt richtig viel Geld zurück zahlen, das sie in der schwierigen Zeit gerade nicht haben bzw. verlieren ihre Wohnung weil sie sich diese nicht mehr leisten können. Ich weiß nicht wie Berlin noch überleben soll, wenn all die jungen Leute, die wenig Geld haben nichts zum Wohnen finden. Eigentlich machte das berlin aus, dass die Stadt offen für alle ist. Wenn es aber so weitergeht, sehe ich das nicht mehr."

http://piecesofberlin.com

Ksenia; 24; Heilerziehungspflegerin und Studentin; Braunschweiger Straße; 21.4.2021;
“Ich kam in Sankt Petersburg zur Welt, bin in Hamburg aufgewachsen und vor 5 Jahren bei meinen Eltern ausgezogen. Das war ein guter Moment auch gleich die Stadt zu wechseln. Berlin ist doch dann ganz anders, mehr Multikulti, größer - 18 Jahre Hamburg haben irgendwie gereicht, ich musste da einfach mal raus und das tat gut sich selbst zu finden, einen neuen Freundeskreis auf zu bauen.
Im Moment gehts mir ganz ok, aber Corona macht es uns nicht gerade leicht. Alle Uni-Sachen laufen online, ich bin fast nur zu Hause, daher habe ich mir von meinen Eltern den Hund geholt damit ich mich raus zwinge. Wir müssen das halt aushalten und hoffentlich ist es irgendwann vorbei. Am meisten fehlt mir das Gefühl frei zu sein. Dass man sich einfach wieder mit allen Freunden treffen kann, und nicht nur mit einer Person, Leute zum Essen zu Hause einlädt, gemeinsam kocht... ich kann auch meinen Mitbewohner langsam schon nicht mehr sehen! Nein Scherz, ich bin ganz froh, dass ich in einer WG wohne und nicht alleine. Nächsten Monat habe ich meinen Impftermin, dann denk ich wird es auch wieder entspannter werden. Zumindest kann ich dann meine Großeltern wieder sehen, da freu ich mich drauf!
Abgesehen von Corona find ich es schrecklich, dass der Mietendeckel gerade gekippt wurde. Mich persönlich betrifft es zum Glück nicht, aber viele Freunde und Kommilitonen von mir müssen jetzt richtig viel Geld zurück zahlen, das sie in der schwierigen Zeit gerade nicht haben bzw. verlieren ihre Wohnung weil sie sich diese nicht mehr leisten können. Ich weiß nicht wie Berlin noch überleben soll, wenn all die jungen Leute, die wenig Geld haben nichts zum Wohnen finden. Eigentlich machte das berlin aus, dass die Stadt offen für alle ist. Wenn es aber so weitergeht, sehe ich das nicht mehr."

http://piecesofberlin.com

Photos from Deutsche Wohnen & Co Enteignen's post
11/09/2021

Photos from Deutsche Wohnen & Co Enteignen's post

Nitzan; 34; selbstständig; Braunschweiger Straße; 19.5.2021;“Ich lebe seit 2017 in Deutschland. zuerst Leipzig und seit ...
29/08/2021
Berlin / Nitzan / Braunschweiger Straße / Rixdorf / stories since 2009

Nitzan; 34; selbstständig; Braunschweiger Straße; 19.5.2021;
“Ich lebe seit 2017 in Deutschland. zuerst Leipzig und seit einem Jahr in Berlin. Ich wollte raus aus Israel, dort ist einfach alles viel zu verrückt. Ich habe viele Bekannte hier und meine Freundin wollte in Leipzig studieren. Sie ist mittlerweile mit dem Studium fertig, wir haben uns getrennt, und ich bin weiter nach Berlin.Was soll ich sagen, die Stadt ist großartig, relaxt, gechillt.Du kannst dir nicht vorstellen wie groß der Unterschied zu meiner alten Heimat ist. Sogar das Wetter wird grad besser hier! Der Umzug hierher fiel genau mit dem Beginn von Corona zusammen. Das war alles etwas crazy, aber im großen und ganzen bin ich ganz gut klar gekommen.
Ich arbeite von zu Hause, und leite einen Onlineshop fürKünstlerbedarf. Durch die Pandemie lief das Geschäft sogar deutlich besser und ich muss sagen, dass mir Berlin ohne den Touris noch besser gefällt. Die letzten zwei Monate war ichnochmal in Isreal: Sonne und Impfung! Vor einem halben Jahr dachte ich noch, dass sich die Welt und die Menschen ändern werden, dass es eine neue Normalität geben wird. In Isreal habe ich jedoch gesehen, dass die Menschen sofort vergessen. Man kann gar nicht so schnell schauen, und alles ist genauso wie früher…”

https://www.piecesofberlin.com/piecesofberlin/berlin-der-nitzan/

"In Isreal habe ich jedoch gesehen, dass die Menschen sofort vergessen. Man kann gar nicht so schnell schauen, und alles ist genauso wie..."

Isabella; 32; Psychiaterin; Richardplatz; 21.4.2021;“Ich bin Neuköllnerin, war zwar öfter mal weg, bin aberimmer wieder...
09/08/2021

Isabella; 32; Psychiaterin; Richardplatz; 21.4.2021;
“Ich bin Neuköllnerin, war zwar öfter mal weg, bin aberimmer wieder zurück gekommen. Vor allem wegen meinen Freunden, Familie und ich fühl mich hier einfach wohl.
Gerade bin ich in Elternzeit, und das haben wir uns natürlich etwas anders vorgestellt. Lockdown und mein Partner,der in der Gastro arbeitet, ist seit einem Jahr in Kurzarbeit. Wir können nicht viel machen, aber dafür haben wir viel Zeit zusammen. Wir versuchen es uns so schön wie möglich zu machen.
Mit meinen Arbeitskollegen in der Psychiatrie hab ich weiterhin Kontakt. Es gibt viel mehr Aufnahmen im Moment.Viele geraten in eine Krise, haben depressive Phasen, für Menschen mit schizophrenen Erkrankungen ist es zum Beispiel ganz schlimm, da man wegen der Maske die Gesichter anderer nicht richtig erkennt. Ich denke es ist bei weitem noch nicht absehbar mit welchen Langzeitfolgen unsere Gesellschaft quer durch alle Generationen zu kämpfen haben wird. Viele haben auch existenzielle Ängste, müssen durch finanzielle Engpässe und der Berliner Mietendeckel ist jetzt auch noch gefallen. Rein rechtlich geht das in Ordnung, aber ich hoffe, dass nun von Bundesebene etwas in diese Richtung kommt.Nichtsdestotrotz muss man sich als einzelner einfach wehren und ich finde zum Beispiel die Kampagne "Deutsche Wohnen & Co Enteignen" ist ein Schritt in die richtige Richtung. Ich hoffe, dass es im Herbst zum Volksentscheid kommt.”

https://www.piecesofberlin.com/piecesofberlin/berlin-die-isabella/

Isabella; 32; Psychiaterin; Richardplatz; 21.4.2021;
“Ich bin Neuköllnerin, war zwar öfter mal weg, bin aberimmer wieder zurück gekommen. Vor allem wegen meinen Freunden, Familie und ich fühl mich hier einfach wohl.
Gerade bin ich in Elternzeit, und das haben wir uns natürlich etwas anders vorgestellt. Lockdown und mein Partner,der in der Gastro arbeitet, ist seit einem Jahr in Kurzarbeit. Wir können nicht viel machen, aber dafür haben wir viel Zeit zusammen. Wir versuchen es uns so schön wie möglich zu machen.
Mit meinen Arbeitskollegen in der Psychiatrie hab ich weiterhin Kontakt. Es gibt viel mehr Aufnahmen im Moment.Viele geraten in eine Krise, haben depressive Phasen, für Menschen mit schizophrenen Erkrankungen ist es zum Beispiel ganz schlimm, da man wegen der Maske die Gesichter anderer nicht richtig erkennt. Ich denke es ist bei weitem noch nicht absehbar mit welchen Langzeitfolgen unsere Gesellschaft quer durch alle Generationen zu kämpfen haben wird. Viele haben auch existenzielle Ängste, müssen durch finanzielle Engpässe und der Berliner Mietendeckel ist jetzt auch noch gefallen. Rein rechtlich geht das in Ordnung, aber ich hoffe, dass nun von Bundesebene etwas in diese Richtung kommt.Nichtsdestotrotz muss man sich als einzelner einfach wehren und ich finde zum Beispiel die Kampagne "Deutsche Wohnen & Co Enteignen" ist ein Schritt in die richtige Richtung. Ich hoffe, dass es im Herbst zum Volksentscheid kommt.”

https://www.piecesofberlin.com/piecesofberlin/berlin-die-isabella/

Adresse

Berlin
13088

Produkte

Books
Prints

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von pieces of berlin erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Service Kontaktieren

Nachricht an pieces of berlin senden:

Videos

Kategorie

About Pieces of Berlin

Pieces of Berlin is a photo blog about the world’s most marvelous city and its inhabitants. It attempts to lay out and capture a profile of Berlin’s everyday life in its entirety by way of approaching random people on the street, shooting a portrait and quizzing them about their homes. Online since march 2010, Pieces of Berlin documents both the current bustle and the constant change of our metropolis. all berlin pictures are analogue 6×6 photos and are available as limited prints.

http://piecesofberlin.com

Kunst & Unterhaltung in der Nähe


Andere Kunstgalerie in Berlin

Alles Anzeigen

Bemerkungen

Eine Woche lang gibt's 20% auf alle Bücher & Prints im POB Shop 🙌🏼📚🎉 Bussis! Code "POBSALE2021" https://www.piecesofberlin.com/shop/
Elia; 37; NGO Koordinatorin; Richardplatz; 2.3.2021; “Eigentlich sollte ich heute an meiner Doktorarbeit weiterschreiben, aber das Wetter war zu schön und es tut gut etwas Sonne zu tanken anstatt die ganze zeit vor dem Bildschirm zu sitzen. In Berlin bin ich seit 2013, und am Richardplatz wohne ich seit 2015 – es ist ein Traum hier! Spanien habe ich damals wegen der wirtschaftlichen Krise verlassen. Ich hatte meinen Job verloren, konnte bereits etwas deutsch wegen den Touristen bei uns in der Gegend, und so hab ich mich für Berlin entschieden. Die Stadt bietet mir ein gutes Leben! Durch Corona bin ich bis jetzt auch ganz gut gekommen. Ich muss gestehen, dass mir der erste Lockdown gar nicht so schlecht getan hat. Ich bin ein sehr sozialer Mensch, und die Einschränkungen haben mich etwas eingebremst. Ich konnte mich mehr mit mir selbst beschäftigen – das tat mir sehr gut! Gleichzeitig haben sich gute Freundschaften aber auch intensiviert und weniger gute sind weggefallen. Corona hat das richtig durchgefiltert.” https://www.piecesofberlin.com/piecesofberlin/berlin-die-elia/
6.12.2020, musik bading, karl marx straße #lockdown http://piecesofberlin.com
alex; 34; sozialarbeiter; jan hus weg; 27.4.2021; “ich bin in russland geboren und kam 1995 mit meinen eltern nach berlin. ich war damals 9 und es war keine gute zeit dort. so ist neukölln meine heimat geworden. ich sprach kein wort deutsch, aber als kind ging das alles sehr schnell…sprache, freunde, ich hatte sofort anschluss gefunden. im moment hoffe ich, dass sich die pandemie nicht über mehrere jahre hinwegzieht. man gewöhnt sich so schnell an alles, dass man oft gar nicht mehr weiß wie es vorher war. das finde ich ganz schlimm. aber am meisten tut es mir für die jungen leute leid, die verpassen dadurch am meisten. ich selbst vermisse das soziale leben, das leidet gerade sehr darunter. ich arbeite auch viel mit alten menschen, für die ist es auch extrem schwierig, wenn die oft ganz alleine von früh bis abends in ihrer wohnung isoliert sind. viele sind auchzum beispiel auf krankengymnastik oder ausflüge zurtagespflege angewiesen. das sind wichtige termine, teil einer routine des alltags. das fällt alles weg, und dementsprechend bauen die alle physisch und psychisch ab. zum einen sagt man sind die älteren besonders schützenswert, jedoch haben die einschränkungen teilweise auch drastische folgen für viele. ein schwieriges thema. ich habe auch noch keinen impftermin bekommen, ich denke, dass wird sich auch noch eine weile hinziehen. ich weiß gar nicht in welcher gruppe ich bin. meine großeltern wurden zum glück schon geimpft, aber das war auch ein wahrer akt einen termin zu organisieren.” pieces of berlin https://www.piecesofberlin.com/pieceso.../berlin-der-alex-3/
Seun; 33; Styling Editor; Zwiestädter Straße; 25.3.2021; “Ich bin gerade im Oktober für einen Job nach Berlin gezogen. 2017 hatte ich schon mal in München gelebt. Arbeit war ok dort, aber der rest…nicht so super! Dann ging’s wieder nach London und das letzte halbe Jahr hatte ich wegen Corona nur von zuhause aus gearbeitet. Mir ist die Decke auf den Kopf gefallen und zum Glück kam dann das Angebot nach Berlin zu gehen. Lockdown und umziehen ist natürlich nicht die beste Kombi-nation, aber egal, ich bin ok!Ich bin gespannt wie es weitergeht. So schnell wird wohl keine Normalität wie wir sie kennen zurückkehren. Ich denke, dass die Menschen in Zukunft schon vorsichtiger sein werden, die Maske wird uns noch weiter begleiten, und das finde ich auch gut so. Ich kann nur für mich sprechen, aber als das alles anfing und man sah die Bilder in den Nachrichten aus Italien, die vielen Toten, hab ich sehr schnell wieder realisiert wie kurz das Leben ist und wie sehr man es und seine Liebsten schätzen soll. Speziell in England wurde auch mit der Situation verheerend umgegangen, viel zu viele Menschen sind gestorben. Unser Prime Minister ist abscheulich! Deutschland war zu Beginn ein schillerndes Beispiel dafür, wie man mit der Pandemie umgeht…sehr niedrige Zahlen usw. Jetzt dreht sich das aber auch, ich weiß nicht warum! Am meisten freu ich mich zur Zeit darauf meinen Freund mal wieder zu sehen, das ist lange her. Und am besten wär's mit ihm Urlaub zu machen, am Strand zu liegen und Cocktails zu trinken.” https://www.piecesofberlin.com/piecesofb.../berlin-die-seun/
...
Morgen > JA! 💛💜
Ksenia; 24; Heilerziehungspflegerin und Studentin; Braunschweiger Straße; 21.4.2021; “Ich kam in Sankt Petersburg zur Welt, bin in Hamburg aufgewachsen und vor 5 Jahren bei meinen Eltern ausgezogen. Das war ein guter Moment auch gleich die Stadt zu wechseln. Berlin ist doch dann ganz anders, mehr Multikulti, größer - 18 Jahre Hamburg haben irgendwie gereicht, ich musste da einfach mal raus und das tat gut sich selbst zu finden, einen neuen Freundeskreis auf zu bauen. Im Moment gehts mir ganz ok, aber Corona macht es uns nicht gerade leicht. Alle Uni-Sachen laufen online, ich bin fast nur zu Hause, daher habe ich mir von meinen Eltern den Hund geholt damit ich mich raus zwinge. Wir müssen das halt aushalten und hoffentlich ist es irgendwann vorbei. Am meisten fehlt mir das Gefühl frei zu sein. Dass man sich einfach wieder mit allen Freunden treffen kann, und nicht nur mit einer Person, Leute zum Essen zu Hause einlädt, gemeinsam kocht... ich kann auch meinen Mitbewohner langsam schon nicht mehr sehen! Nein Scherz, ich bin ganz froh, dass ich in einer WG wohne und nicht alleine. Nächsten Monat habe ich meinen Impftermin, dann denk ich wird es auch wieder entspannter werden. Zumindest kann ich dann meine Großeltern wieder sehen, da freu ich mich drauf! Abgesehen von Corona find ich es schrecklich, dass der Mietendeckel gerade gekippt wurde. Mich persönlich betrifft es zum Glück nicht, aber viele Freunde und Kommilitonen von mir müssen jetzt richtig viel Geld zurück zahlen, das sie in der schwierigen Zeit gerade nicht haben bzw. verlieren ihre Wohnung weil sie sich diese nicht mehr leisten können. Ich weiß nicht wie Berlin noch überleben soll, wenn all die jungen Leute, die wenig Geld haben nichts zum Wohnen finden. Eigentlich machte das berlin aus, dass die Stadt offen für alle ist. Wenn es aber so weitergeht, sehe ich das nicht mehr." http://piecesofberlin.com
Nitzan; 34; selbstständig; Braunschweiger Straße; 19.5.2021; “Ich lebe seit 2017 in Deutschland. zuerst Leipzig und seit einem Jahr in Berlin. Ich wollte raus aus Israel, dort ist einfach alles viel zu verrückt. Ich habe viele Bekannte hier und meine Freundin wollte in Leipzig studieren. Sie ist mittlerweile mit dem Studium fertig, wir haben uns getrennt, und ich bin weiter nach Berlin.Was soll ich sagen, die Stadt ist großartig, relaxt, gechillt.Du kannst dir nicht vorstellen wie groß der Unterschied zu meiner alten Heimat ist. Sogar das Wetter wird grad besser hier! Der Umzug hierher fiel genau mit dem Beginn von Corona zusammen. Das war alles etwas crazy, aber im großen und ganzen bin ich ganz gut klar gekommen. Ich arbeite von zu Hause, und leite einen Onlineshop fürKünstlerbedarf. Durch die Pandemie lief das Geschäft sogar deutlich besser und ich muss sagen, dass mir Berlin ohne den Touris noch besser gefällt. Die letzten zwei Monate war ichnochmal in Isreal: Sonne und Impfung! Vor einem halben Jahr dachte ich noch, dass sich die Welt und die Menschen ändern werden, dass es eine neue Normalität geben wird. In Isreal habe ich jedoch gesehen, dass die Menschen sofort vergessen. Man kann gar nicht so schnell schauen, und alles ist genauso wie früher…” https://www.piecesofberlin.com/piecesofberlin/berlin-der-nitzan/