21/03/2020
Der Schleier.
Da ich oft von Kollegin und Kunden angesprochen werde, wie ich denn mit einem Schleier am Hochzeitstag umgehe, dachte ich mir, dass ich dazu einfach mal einen Beitrag schreibe. Die Hälfte meiner Kunden 2019 hatten einen Schleier, der meist kurz nach der Trauung oder dem Empfang rausgenommen wurde. Da ich aber meist nicht mehr vor Ort bin, haben viele Angst das die Frisur danach nicht mehr so aussieht wie vorher.
Das passiert bei mir nicht.
Ich persönlich befestige einen Schleier so, dass er danach reibungslos gelöst werden kann, ohne die Frisur zu zerstören. Er ist aber so fest drin, dass er Umarmungen aushält.
Wie ich das mache!
Ganz einfach, ich entferne den Kamm.
Habt ihr schon mal versucht, einen Plastik oder Metallkamm in eine fertige Frisur mit Haarschmuck zu drücken, ohne das die Kundin die Zähne zusammenbeißt oder die Frisur in Mitleidenschaft gezogen wird. Ich leider nicht! Denn ich stecke ziemlich feste klemmen und auch viele, damit die Frisur auch den ganzen Tag hält. Da ist meist kein Platz für einen Kamm und wenn dann nur für den Haarschmuck.
Ich trenne deshalb alle Kämme vom Schleier ab. In ganz wenigen Fällen fällt der Schleier beim trennen vom Kamm auseinander. Und wenn das passiert, dann Nähe ich ihn halt rasch (wie auf dem Foto) wieder zusammen. ;-) Ihr könnt aber auch Euren Brautmodenladen darum bitten. Meist ist der Schleier aber noch einmal umgenäht und mit einem groben Faden am Kamm befestigt.
Den Schleier befestige ich mit zwei Haarnadeln (keine Klemmen!) von rechts und links mit Spannung in die gewünschte Position in der Frisur. Da der Schleier unter Spannung ist, kann er nicht nach links und recht und auch nicht nach unten. Die Trauzeugin, bekommt von mir auch gezeigt, wo die Nadeln sind. Mit zwei einfachen Handgriffen kann sie den Schleier im Anschluss einfach entfernen.
(Bei schweren Schleiern mit Spitze benötige ich auch mal ein paar mehr Haarnadeln.)
Soll ich Euch die Technik mal an einer Püppi zeigen?
Foto: