Unwrapping History - Berlin

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BERLIN - ORANIENBURGER STRASSE 23  Yu Jessler mit einem tollen Text über den Berliner "Hermann Meyer", auf den der Spruc...
12/01/2022

BERLIN - ORANIENBURGER STRASSE 23 Yu Jessler mit einem tollen Text über den Berliner "Hermann Meyer", auf den der Spruch "Keine Feier ohne Meier" zurückgeht. Text und Bild stammen vom Account von Yu Jessler, sie hat die Verwendung für "Unwrapping History" autorisiert. Yu Jessler schreibt: hermann meyer *12. januar 1846: posthumer namensgeber des berliner mottos „keine feier ohne meyer“. meyer war als junger mann aus posen nach berlin gekommen und handelte hier mit getreide, bis er 1890 auf dem hof der oranienburger straße 23 zusammen mit seinem schwager max warschauer die firma „hermann meyer & co. kg“ samt spiritusbrennerei gründete. den sprit ließ meyer jedoch nicht zu farben oder brennstoff weiterverarbeiten, sondern zu hochgeistigen getränken. denn berlin war nicht nur die hauptstadt des deutschen reiches, sie war auch die der alkoholiker. um die jahrhundertwende sollen hier auf 100 familien vier kneipen gekommen sein, an jeder straßenecke konnte man billig bier und fusel bekommen und sich das elend schön saufen – mit kartoffel- oder kümmelschnaps aus brandenburg - und nun auch mit hermann meyers produkten, die nacheinander in der oranienburger, in der brunnenstraße, in der fruchtstraße und schließlich auf einem neuen fabrikgelände in der wattstraße im wedding hergestellt wurden. meyer ließ sie von eigenen kutschern ausliefern und in eigenen läden verkaufen. eine win-win-situation für alle beteiligten, denn zu jeder seiner filialen, die meisten lagen anfangs im souterrain, gehörte eine kleine wohnung, in der die pächter mit ihren familien umsonst wohnen konnten und neben einer kleinen umsatzabhängigen provision 30 mark im monat bekamen.
1898 gab es so bereits etwa 250 meyer-filialen bis in alle berliner vororte hinein. hier standen meist frauen (oft waren es witwen oder alleinstehende mit kindern) hinterm tresen und verkauften, was meyers firma produzieren oder heranschaffen ließ. zu beginn waren das „einheimische, südländische und palästinensische weine sowie liköre, schnäpse und weinbrände“, zb. der hauseigene „nervus rerum gesundheits bitter-likör“, der „afrikanische blutwein“ oder der lieblingswein der berliner „santa rosa“, benannt nach der frau des chefs, ross meyer, und in der werbung so besungen: „edler wein, o santa rosa, du giebst blut und du giebst kraft, du verscheuchst des daseins prosa, giebst dem körper lebenskraft. alle welt wird es bekunden, wer dich trinkt, der muß gesunden.“ (gleichzeitig schaltete die sozialdemokratische bewegung zu dieser zeit im rahmen einer großen schnaps-boykott-aktion ebenfalls anzeigen wie diese: „wer schnaps trinkt zahlt freiwillig steuern, füllt junkersäckel, ruiniert seinen körper, zerstört seine familie, verblödet seine nachkommen, hilft irrenhäuser füllen! ein organisierter arbeiter trinkt keinen tropfen schnaps!“)
meyer jedenfalls hatte früh die wirkung von reklame erkannt. an allen seinen läden prangte einheitlich auf rotem grund der weiße schriftzug „hermann meyer & co.“, er ließ in zeitungen annoncieren und führte für seine kunden rabattmarken ein und für deren kinder serien mit sammelbildchen. nach der vergrößerung und modernisierung seiner produktionsstätten erweiterte hermann meyer die palette seines angebots sukzessive - um fruchtsäfte, flaschenbiere, marmeladen, obstkonserven in wiederverschließbaren pfand-gläsern, das sauerstoffwasser (mineralwasser) „donnerwetter tadellos“ und zi******en wie „meyer’s reform“ oder die patriotische marke „junkertrotz“.
nicht nur in meyers läden, auch in seinen produktions- und abfüllstätten arbeiteten mehrheitlich frauen. hermann meyer schuf fürsorge-einrichtungen für seine angestellten, die damals noch eine absolute selten- und neuheit waren: 1900 eine „arbeiterinnenheim“ in der usedomstraße, 1910 die „hermann meyer unterstützungskasse“ als ergänzung zur staatlichen rentenversicherung, und das „clubhaus“ samt turngeräten und badestelle bei königs wusterhausen für ausflüge der belegschaft und erholungsaufenthalte: „die arbeiter und arbeiterinnen, welche 3 jahre lang bei der firma tätig gewesen sind, erhalten einen urlaub von 10 tagen, welchen sie im erholungsheim verbringen. das gehalt wird während dieser zeit fortgezahlt. ebenso erhalten diese angestellten vollkommen freies logis und verpflegung.“
1913, das unternehmen hatte nun um die 500 verkaufstellen, verstarb der firmengründer unerwartet (sein grab befindet sich auf dem jüdischen friedhof weißensee). anders als seine frau rosa, die ihn um 20 jahre überlebte, erlebte er nicht mehr, wie das unternehmen nach dem ersten weltkrieg weiter expandierte, nun lebensmittel aller art ins sortiment nahm, die läden aus den unter- in die erdgeschosse zogen, größer wurden, und 1924 endlich auch der zum sprichwort werdende slogan „keine feier ohne meyer“ ins spiel kam.
wie hermann meyer waren die meisten seiner teilhaber und nachfolger juden – so louis licht, max simonsohn, theodor muhr, martin friedmann, max galliner und isidor stern. schon 1928 hatte die ns-presse gegen den „jüdischen trust meyer“ und die jüdische „gangsterbande“ gehetzt und sie tat es noch zehn jahre später (prompt wurden in der pogromnacht die fensterscheiben etlicher meyer-fililalen eingeworfen), als bei meyer längst keine juden mehr beschäftigt waren. denn schon 1935 waren die jüdischen vorstände zurückgetreten „worden“ und ab 1936 die firma auf betreiben des aufsichtsratsdelegierten robert melchers schrittweise „arisiert". einige mitarbeiter konnten fliehen, wie ludwig warschauer, der die firma seit meyers tod geleitet hatte, andere wurden später ermordet, wie sein jüngerer bruder felix. traditionelle meyer-schnäpse erhielten neue strammdeutsche namen (so wurde „stary wojak“ zu „alte reiter“) und 1941 folgte die umbenennung der firma in „robert melchert & co. ag“ und bog man sich per anzeigen wie dieser in der „berliner morgenpost“ frech die realität zurecht: „früher meyer – jetzt melchert (…) aus den vielfach unscheinbaren und oft im keller gelegenen läden wurden saubere, neuzeitlich ausgestattete und gut geleitete wein-, spirituosen- und lebensmittel-geschäfte, zum teil erstklassige feinkost-häuser. heute geben wir der firma den namen des mannes, der als träger dieser entwicklung unser unternehmen zu ansehen und erfolg führte“.
nach dem ende des „dritten reiches“ wurde die firma in der sowjetischen zone enteignet, in westberlin erlebte sie unter ihrem alten namen ein comeback, fusionierte später mit butter-beck und wurde schließlich an tengelmann verkauft, den es heute aber auch nicht mehr gibt. hoffen wir, dass uns wenigstens „keine feier ohne meyer“ noch eine weile im sprachgebrauch erhalten bleibt.

BERLIN - ORANIENBURGER STRASSE 23 Yu Jessler mit einem tollen Text über den Berliner "Hermann Meyer", auf den der Spruch "Keine Feier ohne Meier" zurückgeht. Text und Bild stammen vom Account von Yu Jessler, sie hat die Verwendung für "Unwrapping History" autorisiert. Yu Jessler schreibt: hermann meyer *12. januar 1846: posthumer namensgeber des berliner mottos „keine feier ohne meyer“. meyer war als junger mann aus posen nach berlin gekommen und handelte hier mit getreide, bis er 1890 auf dem hof der oranienburger straße 23 zusammen mit seinem schwager max warschauer die firma „hermann meyer & co. kg“ samt spiritusbrennerei gründete. den sprit ließ meyer jedoch nicht zu farben oder brennstoff weiterverarbeiten, sondern zu hochgeistigen getränken. denn berlin war nicht nur die hauptstadt des deutschen reiches, sie war auch die der alkoholiker. um die jahrhundertwende sollen hier auf 100 familien vier kneipen gekommen sein, an jeder straßenecke konnte man billig bier und fusel bekommen und sich das elend schön saufen – mit kartoffel- oder kümmelschnaps aus brandenburg - und nun auch mit hermann meyers produkten, die nacheinander in der oranienburger, in der brunnenstraße, in der fruchtstraße und schließlich auf einem neuen fabrikgelände in der wattstraße im wedding hergestellt wurden. meyer ließ sie von eigenen kutschern ausliefern und in eigenen läden verkaufen. eine win-win-situation für alle beteiligten, denn zu jeder seiner filialen, die meisten lagen anfangs im souterrain, gehörte eine kleine wohnung, in der die pächter mit ihren familien umsonst wohnen konnten und neben einer kleinen umsatzabhängigen provision 30 mark im monat bekamen.
1898 gab es so bereits etwa 250 meyer-filialen bis in alle berliner vororte hinein. hier standen meist frauen (oft waren es witwen oder alleinstehende mit kindern) hinterm tresen und verkauften, was meyers firma produzieren oder heranschaffen ließ. zu beginn waren das „einheimische, südländische und palästinensische weine sowie liköre, schnäpse und weinbrände“, zb. der hauseigene „nervus rerum gesundheits bitter-likör“, der „afrikanische blutwein“ oder der lieblingswein der berliner „santa rosa“, benannt nach der frau des chefs, ross meyer, und in der werbung so besungen: „edler wein, o santa rosa, du giebst blut und du giebst kraft, du verscheuchst des daseins prosa, giebst dem körper lebenskraft. alle welt wird es bekunden, wer dich trinkt, der muß gesunden.“ (gleichzeitig schaltete die sozialdemokratische bewegung zu dieser zeit im rahmen einer großen schnaps-boykott-aktion ebenfalls anzeigen wie diese: „wer schnaps trinkt zahlt freiwillig steuern, füllt junkersäckel, ruiniert seinen körper, zerstört seine familie, verblödet seine nachkommen, hilft irrenhäuser füllen! ein organisierter arbeiter trinkt keinen tropfen schnaps!“)
meyer jedenfalls hatte früh die wirkung von reklame erkannt. an allen seinen läden prangte einheitlich auf rotem grund der weiße schriftzug „hermann meyer & co.“, er ließ in zeitungen annoncieren und führte für seine kunden rabattmarken ein und für deren kinder serien mit sammelbildchen. nach der vergrößerung und modernisierung seiner produktionsstätten erweiterte hermann meyer die palette seines angebots sukzessive - um fruchtsäfte, flaschenbiere, marmeladen, obstkonserven in wiederverschließbaren pfand-gläsern, das sauerstoffwasser (mineralwasser) „donnerwetter tadellos“ und zi******en wie „meyer’s reform“ oder die patriotische marke „junkertrotz“.
nicht nur in meyers läden, auch in seinen produktions- und abfüllstätten arbeiteten mehrheitlich frauen. hermann meyer schuf fürsorge-einrichtungen für seine angestellten, die damals noch eine absolute selten- und neuheit waren: 1900 eine „arbeiterinnenheim“ in der usedomstraße, 1910 die „hermann meyer unterstützungskasse“ als ergänzung zur staatlichen rentenversicherung, und das „clubhaus“ samt turngeräten und badestelle bei königs wusterhausen für ausflüge der belegschaft und erholungsaufenthalte: „die arbeiter und arbeiterinnen, welche 3 jahre lang bei der firma tätig gewesen sind, erhalten einen urlaub von 10 tagen, welchen sie im erholungsheim verbringen. das gehalt wird während dieser zeit fortgezahlt. ebenso erhalten diese angestellten vollkommen freies logis und verpflegung.“
1913, das unternehmen hatte nun um die 500 verkaufstellen, verstarb der firmengründer unerwartet (sein grab befindet sich auf dem jüdischen friedhof weißensee). anders als seine frau rosa, die ihn um 20 jahre überlebte, erlebte er nicht mehr, wie das unternehmen nach dem ersten weltkrieg weiter expandierte, nun lebensmittel aller art ins sortiment nahm, die läden aus den unter- in die erdgeschosse zogen, größer wurden, und 1924 endlich auch der zum sprichwort werdende slogan „keine feier ohne meyer“ ins spiel kam.
wie hermann meyer waren die meisten seiner teilhaber und nachfolger juden – so louis licht, max simonsohn, theodor muhr, martin friedmann, max galliner und isidor stern. schon 1928 hatte die ns-presse gegen den „jüdischen trust meyer“ und die jüdische „gangsterbande“ gehetzt und sie tat es noch zehn jahre später (prompt wurden in der pogromnacht die fensterscheiben etlicher meyer-fililalen eingeworfen), als bei meyer längst keine juden mehr beschäftigt waren. denn schon 1935 waren die jüdischen vorstände zurückgetreten „worden“ und ab 1936 die firma auf betreiben des aufsichtsratsdelegierten robert melchers schrittweise „arisiert". einige mitarbeiter konnten fliehen, wie ludwig warschauer, der die firma seit meyers tod geleitet hatte, andere wurden später ermordet, wie sein jüngerer bruder felix. traditionelle meyer-schnäpse erhielten neue strammdeutsche namen (so wurde „stary wojak“ zu „alte reiter“) und 1941 folgte die umbenennung der firma in „robert melchert & co. ag“ und bog man sich per anzeigen wie dieser in der „berliner morgenpost“ frech die realität zurecht: „früher meyer – jetzt melchert (…) aus den vielfach unscheinbaren und oft im keller gelegenen läden wurden saubere, neuzeitlich ausgestattete und gut geleitete wein-, spirituosen- und lebensmittel-geschäfte, zum teil erstklassige feinkost-häuser. heute geben wir der firma den namen des mannes, der als träger dieser entwicklung unser unternehmen zu ansehen und erfolg führte“.
nach dem ende des „dritten reiches“ wurde die firma in der sowjetischen zone enteignet, in westberlin erlebte sie unter ihrem alten namen ein comeback, fusionierte später mit butter-beck und wurde schließlich an tengelmann verkauft, den es heute aber auch nicht mehr gibt. hoffen wir, dass uns wenigstens „keine feier ohne meyer“ noch eine weile im sprachgebrauch erhalten bleibt.

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Der Opernregisseur Barrie Kosky, ein ehemaliger Pfleger des jüdischen Krankenhauses und andere erzählen in einer neuen Schau im Centrum Judaicum über jüdisches Leben

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04/02/2021
Hanns Alexander: The Unknown N**i Hunter

BERLIN-WILMERSDORF, BUNDESALLEE 220/221 - Hanns Hermann Alexander wurde am 6. Mai 1917 als viertes Kind des jüdischen Ehepaares Alfred Alexander und Henriette (Henny) Picard in Berlin geboren. Er war der Zwillingsbruder von Paul Alexander (1917–2003). Sie lebten in der damals sogenannten "Kaiserallee", heute Bundesallee. Die Wohnung diente auch als Praxis seines Vaters, eines bekannten Internisten und Präsidenten der Ärztekammer Berlins. Als die N***s an die Macht kamen, verließ die Familie 1936 Deutschland und emigrierte über die Schweiz nach England. Im Juli 1939 wurde im Deutschen Reichs- und Staatsanzeiger bekanntgegeben, dass Hanns Alexander, sein Bruder und seine Eltern ausgebürgert wurden und die deutsche Staatsangehörigkeit verloren hatten. Der Besitz der Familie ging auf das Deutsche Reich über. - Erst nach der Beerdigung von Hanns Alexander - der sich nach seiner Emigration nach England freiwillig zum Dienst in der britischen Armee meldete und nach dem Ende des Nationalsozialismus nicht nach Deutschland zurükkehrte - wurde bekannt, dass er im Auftrag des War Crimes Investigation Team (WCIT) Gustav Simon aufspürte, den ehemaligen Gauleiter, der für die Ermordung der jüdischen Bevölkerung Luxemburgs verantwortlich war und, im März 1946, den Kommandanten des KZ-Auschwitz, Höss, bei Flensburg festnahm. Hanns Alexanders Geschichte wurde erst nach seinem Tod, am 23. Dezember 2006 in London, von seinem Großneffen, dem Journalisten Thomas Harding, aufgeschrieben. Das Buch mit dem Titel "Hanns und Rudolf" erschien 2014 auch in deutscher Sprache. Die Verhaftung von Rudolf Höss, war für die Alliierten sehr bedeutsam. Höss gab den Ermittlern erstmals detaillierten Einblick in die Tötungsmaschinerie und die Dimension des Mordens. Opferaussagen wurden damit bestätigt, andere N***s konnten nicht länger abstreiten, von dem Massenmord gewusst zu haben. Luxemburg bot an, Alexander für seine großen Verdienste um die Aufspürung von N**i-Tätern zu ehren. Er lehnte diese und andere Ehrungen ab. Auch enge Freunde wussten häufig nicht, dass Hanns Alexander 1946 Rudolf Höss festgenommen hatte. "Ich wollte nicht", sagte er einmal, "mit den Kindern darüber sprechen, weil sie nicht hasserfüllt aufwachsen sollen. Ich bin aber hasserfüllt. Es macht mich krank zu sehen, wie viele Mörder ich gehen lassen musste."

Even his closest relatives didn't know that Hanns Alexander tracked down some of history's most notorious war criminals.

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