31/08/2026
Die verschwiegene kosmische Bedeutung des Kreuzes
Wenn man den Weg zu der äußeren Organisation der Rosenkreuzer, AMORC, gefunden hat - und ich möchte eher sagen, dass man dorthin geführt worden ist - so beginnt buchstäblich ein „neues“ Leben.
Und das macht sich immer wieder auch im Alltag bemerkbar.
Für mich ereignete sich ein besonders eindrucksvoller Schlüsselmoment ganz am Anfang meiner Mitgliedschaft.
Mir wurde buchstäblich vor Augen geführt, dass ich einen Weg beschritten hatte, der unter der Leitung eines unsichtbaren, geistigen Ordens stand.
In den anfänglichen schriftlichen Unterweisungen hieß es, ich sollte das Kreuzzeichen ausführen. Ich werde nie vergessen, was dann passierte. Ich stand aufrecht und machte das Kreuzzeichen, so wie ich es kannte und wie es in der katholischen Kirche Brauch war. Da schien plötzlich jemand Unsichtbares meine Hand zu ergreifen, führte sie weg vom Körper nach außen und vollzog auf eine mir unbekannte Weise das Kreuzzeichen sehr langsam und bewusst, ja einprägsam vor mir auf einem unsichtbaren Körper.
Diesen besonderen Moment spüre ich noch bis heute und werde ihn nie vergessen.
Ich habe dann öfter daran gedacht, dass die bewusst anders ausgeführte Geste des Kreuzes bei den Rosenkreuzern von tiefer Bedeutung ist und sehr bewusst und langsam ausgeführt werden sollte.
Auch ist sehr empfehlenswert, über die kosmische Dimension des Kreuzes und seine lange historische Geschichte hin zum christlichen Symbol heute zu meditieren.
Das Kreuz ist ein jahrtausendealtes Symbol. Bei den Ägyptern war es das Ankh/ Henkelkreuz, das für Leben, Unsterblichkeit und Verbindung zum Kosmos stand.
Kreuzförmige Symbole wurden des weiteren auch in Mesopotamien, Indien und präkolumbianischen Kulturen sowie den Kelten als Zeichen für Schutz, Kraft oder göttliche Ordnung gefunden.
Schon vor der Kreuzigung von Christus hatten Perser, Karthager und insbesondere Römer die Kreuzigung als besonders grausames, entehrendes Instrument der Hinrichtung von Sklaven, Kriminellen und Rebellen ausgeübt.
Daher wählten die Christen auch das Kreuz nicht als ihr Kennzeichen, sondern Symbole wie das Christusmonogramm Chi-Rho oder den Fisch, um sich heimlich untereinander erkennen zu geben.
Erst ab dem 4. Jahrhundert (nach der Konstantinischen Wende) wandelte sich das Kreuz im Christentum vom Schandmal zum offiziellen Heils- und Siegeszeichen.
Seitdem ist es aus der Geschichte des Christentums nicht mehr wegzudenken. Und wir begegnen dem Kreuz nicht nur in Kirchen, auch als Gipfelkreuz oder in der Kunst und als modischem Schmuckanhänger täglich, ohne überhaupt noch tiefer darüber nachzudenken. Es wird meistens gewohnheitsmäßig, wie eine Pflichtübung ausgeübt.
Nun zu der besonderen Ausführung des Kreuzes in der Tradition der Rosenkreuzer.
Hier wird das Kreuzzeichen auf die feinstoffliche/unsichtbare Ebene des Menschen (Aura/Äther oder Astralkörper) übertragen, um sich energetisch zu schützen und zu harmonisieren. Und die Verbindung von Geist und Körper herzustellen.
Durch das Nachzeichnen des Kreuzes in der Aura oder an den feinstofflichen Zentren (Chakren) soll ein Schutzraum vor störenden Einflüssen geschaffen werden.
Auch soll der feinstoffliche, unsichtbare Körper mit den kosmischen Energien in Einklang gebracht und das Bewusstsein zentriert, gesammelt werden.
Ich wünsche und hoffe, dass diese kurze Beschreibung zur verschwiegenen kosmischen Bedeutung des Kreuzes, wie es von den Rosenkreuzern ausgeführt wird, Anregung bietet, über das Symbol eigene Betrachtungen anzustellen und zu meditieren.
B.K.