14/10/2024
Dieses Wochenende singen wir drei neue Kompositionen von diesen beiden jungen Komponisten:
- Morgenstern-Gesänge (Aljoscha Ristow, 2024)
- Chant de lune (Andy Janssen, 2024, Uraufführung)
- Mondesaufgang (Andy Janssen, 2024, Uraufführung)
In Aljoscha Ristows 'Morgenstern-Gesängen' (2024) werden sieben Texte von Christian Morgenstern (1871–1914) vertont. Die vielseitige musikalische Klangsprache unterstützt nicht nur die humoristischen, sondern auch die philosophischen und gesellschatskritischen Aspekte in Morgensterns Lyrik. Diese Vielfalt lässt sich auch schon an den Titeln der vertonten Texte erkennen, darunter auffällig viele tierbezogene Titel wie 'Das æsthetische Wiesel', 'Die Schildkrökröte', 'Der Walfafisch oder Das Überwasser' oder 'Das Perlhuhn', aber auch abstraktere Titel wie 'Die zwei Turmuhren', 'Die Täuschung' oder 'Die zwei Parallelen'.
Andy Janssens Komposition 'Chant de Lune' (2024) basiert auf drei Texten des belgischen Dichters Maurice Maeterlinck (1862-1949), in denen der Mond jeweils auf unterschiedliche Weise erwähnt wird: Von seiner Spiegelung im Wasser (Reflets) über verwelkte Lilien im Mond (Visions) bis hin zum erloschenen Mond im Rahmen einer Grabrede (Oraison).
Seine Komposition 'Mondesaufgang' (2024) beruht auf dem gleichnamigen Gedicht von Annette von Droste-Hülshoff (1797-1848). Darin wird die Naturszene vom Aufgang des Mondes sehr bildhaft beschrieben: Tanzende Phalänen (Nachtfalter) und Feuerfliegen, das Eindringen der Schatten und schließlich der aufgehende Mond, welcher „der Alpen finstre Stirnen“ leise streicht.
Wir freuen sehr darauf, diese drei neuen Kompositionen am kommenden Wochenende in Aachen und Köln zu präsentieren. Der Eintritt ist bei beiden Konzerten frei, Spenden sind erbeten.
Sa, 19.10.2024 | 19:30
Kirche St. Marien
Marienplatz, Aachen
So, 20.10.2024 | 17:00
Kirche St. Heinrich & Kunigund
Mauenheimer Str. 23, Köln
Fotos: Anna Jussen (1, 2) | Malena Hoffmann (4) | Alina Palus (5, 6)