20/05/2025
70 Jahre Staatsvertrag waren heute in der Demokratiewerkstatt des Österreichisches Parlament Anlass für einen besonderen Workshop mit einem Zeitzeugen: Der ehemalige Wiener Kulturstadtrat Peter Marboe sprach mit Schüler:innen einer siebten Klasse des Wiener Gymnasiums der Dominikanerinnen über seine persönlichen Erinnerungen an die Unterzeichnung des Staatsvertrags und den Wert der Demokratie.
Am 15. Mai 1955 war Peter Marboe fast 13 Jahre alt und die Unterzeichnung des Staatsvertrags ein Schlüsselerlebnis in seiner Jugend. Denn damit, so Marboe, war auch die Gefahr einer Teilung Österreichs gebannt und die Besatzungszeit war vorbei.
Das Schlüsselwort der damaligen Zeit ist für Marboe „Demokratie“. Dass es nach 1945 gelungen sei, Österreich als lebendige Demokratie wieder aufzubauen, sei der Verdienst der Politiker:innen und der Gesellschaft gewesen. Sie hätten die Bereitschaft gehabt, für Demokratie einzutreten. Auch heute müssten gerade junge Menschen um den Wert der Demokratie wissen. Denn Demokratie bedeute Freiheit, Rechtstaatlichkeit, Meinungsfreiheit und Minderheitenrechte. Außerdem würde Krieg immer nur unter Teilnahme von Diktaturen entstehen. Alleine das schon sei ein Nachweis dafür, dass es keine bessere Regierungsform als die Demokratie gebe.
Die Werkstatt mit Zeitzeug:innen wurde von uns konzipiert und wird von am Institut für Kulturdidaktik ausgebildeten Demokratie- und Mediendidaktiker:innen durchgeführt.
© Parlamentsdirektion/ Arman Rastegar